Biografie

Die für ihre eindrucksvolle Bühnenpräsenz und ihren ausdrucksstarken Mezzosopran gefeierte Nicole Piccolomini zählt zu den profilierten Interpretinnen des dramatischen Opernfachs. Mit einem Repertoire, das gleichermaßen Werke von Wagner, Verdi, Strauss und Britten umfasst, gastierte sie an führenden Opernhäusern in Europa, Nordamerika, Asien und Australien. Ihre internationale Karriere erstreckt sich über mehr als zwei Jahrzehnte und ist seit vielen Jahren eng mit der Deutschen Oper Berlin verbunden.
In der Spielzeit 2026/27 debütiert Nicole Piccolomini am National Centre for the Performing Arts (NCPA) in Peking als Maddalena in Rigoletto und stellt sich mit zwei bedeutenden Rollendebüts vor: als Auntie in Brittens Peter Grimes am New National Theatre Tokyo sowie als Gertrud in Humperdincks Hänsel und Gretel im Teatro La Fenice (Teatro Malibran) in Venedig. In der vorausgegangenen Spielzeit gab sie ihr Rollendebüt als Azucena in Il trovatore bei der West Australian Opera und kehrte an die Deutsche Oper Berlin zurück, wo sie als Madelon in Andrea Chénier, La Badessa in Suor Angelica, Grimgerde in Die Walküre, Erste Magd in Elektra sowie als Witwe Browe in der Neuproduktion von Zar und Zimmermann zu erleben war.
Zu den Höhepunkten ihrer Laufbahn zählen die Titelpartie in María de Buenos Aires am Theater Bonn, an der Oper Halle und bei der Gotham Chamber Opera, Klytämnestra in Elektra am Theater Bonn, Erda in Das Rheingold und Siegfried an der Oper Leipzig, die Gräfin in Pique Dame an der Deutschen Oper Berlin und am Theater Freiburg, Erste Norn in Götterdämmerung an der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart, der Dutch National Opera und der Opéra national de Paris, Grimgerde in Die Walküre am Teatro alla Scala, an der Opéra national de Paris und der Staatsoper Berlin, Ulrica in Un ballo in maschera am Teatro Regio di Parma, Mistress Quickly in Falstaff bei der Shanghai Opera sowie Maddalena in Rigoletto an der Santa Fe Opera, der Lyric Opera of Chicago, der Deutschen Oper Berlin und dem Teatro del Maggio Musicale Fiorentino.
Als Konzertsängerin trat Nicole Piccolomini unter anderem mit dem New York City Ballet in Leonid Desjatnikows Russian Seasons, dem Dallas Symphony Orchestra, dem Venice Chamber Orchestra, der Bermuda Philharmonic, der Orchestra Filarmonica Campana sowie beim Umbria Music Fest auf. Darüber hinaus war sie in zahlreichen Liederabenden mit Werken von Wagner, Mahler, Brahms, Berg und Pfitzner zu hören.
Nicole Piccolomini absolvierte ihre Ausbildung an der Juilliard School in New York sowie an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia. Sie ist Preisträgerin eines William Matheus Sullivan Foundation Grant sowie eines Curt-Engelhorn-Stipendiums der American Berlin Opera Foundation. Die gebürtige New Yorkerin lebt heute in Berlin.
Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie mit zahlreichen renommierten Dirigenten zusammen, darunter Sir Donald Runnicles, Daniel Barenboim, Asher Fisch, Antonello Manacorda, Jaap van Zweden und Philippe Jordan. Ebenso verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit bedeutenden Regisseurinnen und Regisseuren wie Stefan Herheim, Giancarlo del Monaco, Pierre Audi, Marco Arturo Marelli, Lee Blakeley und Günter Krämer.